LUDOMU - Das erste virtuelle Spiele-Museum

White Lady


Verlag: Franckh-Kosmos       
Jahr: 1987       
Autor: Reinhold Wittig       
Anzahl Spieler: 4 - 6       
Alter: ab 10 Jahren       
Dauer: ca. 40 min.       

 

 

Spielmaterial: Spielplan (Skai) 1 weiße Dame und 6 Spielfiguren für die Spieler, 6 Setzsteine, 36 Wandelsteine

Anleitung:

Weitere Bilder:

Kommentar: Die Geschichte stimmt auf das eigentliche Spiel ein: Die Spieler wollen eine Nacht in einem alten, verlassenen Haus verbringen ? und überleben. Letzteres ist das eigentliche Problem, denn so verlassen ist das vermeintlich leere Haus nicht, ein Vampir, die namensgebende weiße Lady, wandert dort umher. Das eigentliche Spiel beginnt damit, dass die Spielfiguren und der Vampir irgendwo im Haus aufgestellt werden. Nun beginnt die Dame zu wandern: Von einem Stapel werden Karten umgedreht auf denen die Zugweite der untoten Lady angeben ist, sowie Pfeile, die anzeigen, ob sich die Dame bei einer Kreuzung links oder rechts zu halten hat. Ab und an dreht sich die Vampirin auch um und eine besondere Karte schickt sie gar zum Start zurück. Die Spieler treten erst in Aktion, wenn die Lady sie bedroht, also höchstens fünf Felder entfernt ist. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass der Spieler handeln KANN, er MUSS erst handeln, wenn die gegnerische Figur auf demselben Feld steht wie er. Zur Abwehr des Vampirs benutzt man natürlich Knoblauch, von dem man anfangs 21 Zehen hat. Je näher der Vampir ist, desto mehr Knoblauch muss zur Abwehr verbraucht werden. Hat man abgewehrt, so kann man die Vampirdame umdrehen oder auf ein Feld setzten, das die gleiche Zahl bzw. den gleichen Buchstaben trägt (Immer drei Felder sind gleich bezeichnet, man nennt sie "korrespondierende Felder"). Anschließend kann man noch 13 Felder weit fliehen und dabei jedem Spieler an dem man vorbeikommt zwei Stücke Knoblauch abluchsen. Hat ein Spieler keinen Knoblauch mehr, scheidet er aus. Das Spiel endet, wenn zwei Spieler ausgeschieden sind, mit dem Gewinn des Spielers, der noch am meisten Knoblauch hat.
Ausstattung, Anleitung und Hintergrundgeschichte sind sehr stimmungsvoll. Leider hält das Spiel nicht, was die Gruselatmosphäre verspricht. Ja, die Idee, dass nicht die Spieler, sondern der gemeinsame Gegner sich bewegt ist neu. Nein, viel Einflußmöglichkeiten hat man dabei freilich nicht. Das ist auch die Crux des Spiels: Die Dame irrt recht ziellos durch das Gemäuer und man hat keinerlei Einflußmöglichkeiten auf ihren Weg. Damit ist es ein reines Glücksspiel, mit einem extrem schönen Spielplan. Zu wenig, um als mehr als ein Sammlerobjekt zu gelten

Herkunft: Flohmarkt

Besitzer: Peer Sylvester

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